Bürgerservice

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der Verbandsgemeindeverwaltung Wirges

Zu Besuch beim Solar- und Wärmebotschafter Georg Reutelsterz

Auf dem Weg in den Garten wurden die Besucher zunächst durch den Hof und die Garage geführt. Dabei fiel der Blick direkt auf das E-Lastenfahrrad sowie die zwei E-Autos des Ehepaars.

Der Gastgeber erklärte mit Freude, dass er gerne seine Einkäufe mit dem E-Lastenfahrrad erledigt und ohne Probleme mehrere Getränkekästen gleichzeitig transportieren kann. Für weitere Strecken steigen die Reutelsterz dann auf ihr E-Auto um. Der Arbeitsweg nach St. Goarshausen und Limburg könne dabei ohne Probleme bewältigt werden.

„Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, wird das Auto bis zum nächsten Arbeitstag wieder aufgeladen“, so der Botschafter. „Und auch die Reisen in den Urlaub sind mit dem E-Auto kein Problem“, ergänzt Barbara Reutelsterz. Die Reichweite sei vollkommen ausreichend und das Auto sei bei einer kurzen Pause auch schnell wieder aufgeladen.

Im Garten angekommen, ergriff der erste Beigeordnete Andreas Quirmbach das Wort und erfreute sich an dem regen Interesse am heutigen Abend. Sowohl Andreas Quirmbach als auch die Klimaschutzmanagerin Anica Breiden bedankten sich bei Barbara und Georg Reutelsterz für die Einladung und ihre Bereitschaft, ihre Erfahrungen zu teilen.

Neben Georg Reutelsterz waren auch die Solarbotschafter Wolfgang Baldus aus Mogendorf und Christoph Gilles aus Wirges anwesend. Auch sie beantworteten einige Nachfragen zum Thema variable Stromtarife, erforderliche Elektroarbeiten, Stromspeicher und vieles mehr.

Zunächst zeigte Georg Reutelsterz seine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Sie wurde 2007 installiert und in den letzten Jahren noch erweitert. Das Ehepaar versucht, so viel wie möglich des selbst erzeugten Stroms aus der Anlage mit einer Gesamtleistung von 10 Kilowatt Peak zu nutzen. Mit dem Strom werden Wärmepumpe, E-Autos und Fahrräder sowie diverse Elektrogeräte im Haus versorgt. Darüber hinaus kann überschüssiger Strom in einem Speicher mit einer Leistung von 9,6 Kilowattstunden zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden.

Anschließend zeigte uns der Wärmebotschafter seine neueste Errungenschaft, die neu installierte Wärmepumpe. Zuvor wurde das im Jahr 2000 erbaute Haus noch mit einer Gasheizung sowie einem Pellet-/Scheitholz-Kombiofen beheizt. Die Gasheizung wurde nun durch die Wärmepumpe ersetzt. Der Austausch von Heizkörpern war dafür nicht notwendig.

Noch spannender: Auch eine Nachbarin ist kurz nach den Wärmebotschaftern ebenfalls von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umgestiegen. In dem in den 50er Jahren erbauten Wohnhaus war dafür lediglich der Austausch eines Alten, sowie die Neuinstallation eines neuen Heizkörpers notwendig. Besonders interessant waren diese Informationen für Besucher mit Häusern aus einem älteren Baujahr und ohne vorhandene Fußbodenheizung.

Georg Reutelsterz berichtete, dass sowohl er als auch die Nachbarin für den Austausch der fossilen Heizung gegen die klimafreundliche Wärmepumpe eine Förderung vom Bund erhalten haben. Das Ehepaar Reutelsterz erhielt eine Kostenerstattung von 30 %, die Nachbarin sogar von 70 %.

Zum Abschluss des Abends führte der Hausherr die Besucher in seinen Heizungskeller. Dort konnten weitere Fragen zum neuen Schaltschrank, dem Stromspeicher und den neu isolierten und verstärkten Leitungen gestellt werden. Dabei entstand ein angeregter Austausch und es wurden Ideen für die Umsetzung im eigenen Heim gesammelt.

Mit praktischen Informationen und neuen Kontakten zu den Solar- und Wärmebotschaftern machten sich die interessierten Bürgerinnen und Bürger nach einem gelungenen Abend wieder auf den Heimweg. Sie äußerten jedoch den Wunsch, Barbara und Georg Reutelsterz noch einmal besuchen zu wollen, wenn diese den ersten Winter mit ihrer neuen Wärmepumpe gemeistert haben.


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