Kommunikation ist oftmals eine Herausforderung. Es ist nicht einfach, Menschen abzuholen und auf denselben Informationsstand zu bringen – egal ob in der Familie, in der Firma oder auch bei uns in Ötzingen & Sainerholz.
Aktuelle Beispiele, bei denen die Kommunikation nicht optimal gelaufen ist, gibt es im Zusammenhang mit dem Ausbau des Neubaugebietes in Sainerholz. Hier sind in den vergangenen Wochen einige Informationen bei betroffenen Anwohner*innen nicht so rechtzeitig oder umfassend angekommen, wie es wünschenswert gewesen wäre. Das tut mir als Bürgermeisterin persönlich leid und war keinesfalls beabsichtigt. Teilweise lag es schlicht daran, dass auch ich selbst erst spät informiert wurde oder mir bestimmte Informationen noch nicht vorlagen.
Dass intensive Kommunikation aber auch etwas bewirken kann, lässt sich am Thema Glasfaserausbau in der Straße „Am Malberg“ sehen. Durch zahlreiche Gespräche mit den Unternehmen und den Anwohner*innen konnten wir erreichen, dass eine der besten Straßen in Ötzingen nicht aufgebrochen werden muss.
Kommunikation ist eine Informationskette. Wenn diese an einer Stelle stockt, wird sie zwangsläufig holprig. Auch das passiert immer mal. Wenn Informationen an der einen oder anderen Stelle nicht so angekommen sind, wie es wünschenswert gewesen wäre, nehmen wir das ernst und möchten daran arbeiten, dass es künftig besser läuft.
Kommunikation ist aber keine Einbahnstraße. Gemeinderat und Bürgermeisterin haben die Aufgabe, wichtige Informationen weiterzugeben und für die Bürger*innen ansprechbar zu sein. Gleichzeitig kann nicht jede Information jeden Menschen automatisch erreichen. Wer von einem Thema besonders betroffen ist oder sich dafür interessiert, darf und sollte deshalb auch selbst nachfragen und sich informieren. Nur wenn beide Seiten ihren Teil beitragen, kann guter Austausch funktionieren.
Und noch etwas ist uns besonders wichtig: Unterschiedliche Meinungen gehören dazu. Gerade dann sollten wir aber sachlich und fair miteinander umgehen. Fragen, Kritik oder auch Ärger dürfen und sollten angesprochen werden – am besten direkt und nicht über mehrere Ecken.
Wer also ein Anliegen, eine Frage oder auch Kritik hat, darf die Ratsmitglieder ansprechen, mich jederzeit gerne anrufen (0160 91797274), anschreiben (gudrun.erll@oetzingen.de) oder während der Bürgermeistersprechstunde (dienstags, 18.30 – 19.30 Uhr) persönlich vorbeikommen. Auch zu den öffentlichen Gemeinderatsitzungen ist Jede und Jeder herzlich eingeladen.
Lasst uns also bitte im direkten Austausch Missverständnisse vermeiden, unterschiedliche Sichtweisen zusammenzubringen und gemeinsam gute Lösungen für unsere Dörfer finden.
Mit besten Grüßen, eure Ratsmitglieder und Gudrun (Ortsbürgermeisterin)
