Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten die Bürgermeisterin Alexandra Marzi und Klimaschutzmanagerin Anica Breiden gemeinsam die Anwesenden und eröffneten den Informationsabend.
Anschließend übergaben sie das Wort an Bjarne Heidelberg von der Emcel GmbH, der die kommunale Wärmeplanung vorstellte. Es wurden unter anderem Fokus- und Prüfgebiete für mögliche Wärme- und Wasserstoffnetze präsentiert. Dabei wurde ausdrücklich betont, dass es sich bei dem Wärmeplan um ein strategisches Planungsinstrument handelt. Die ausgewiesenen Gebiete stellen keine verbindliche Festlegung zukünftiger Versorgungsgebiete dar und bedeuten nicht, dass dort zwingend ein entsprechendes Netz entstehen wird. Es wurde deutlich, dass die Entscheidung für ein geeignetes Heizsystem im eigenen Zuhause weiterhin individuell getroffen werden muss. Welche Möglichkeiten es dabei gibt und worauf bei der Wahl eines passenden Heizsystems zu achten ist, wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung näher erläutert.
Im Anschluss an die Vorstellung der Wärmeplanung informierte Anica Breiden über die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Verbandsgemeinde Wirges. Dazu zählen die monatlichen Beratungstermine der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Rathaus, die Möglichkeit einer kostenlosen, individuellen Energieberatung im eigenen Zuhause sowie der Austausch mit den Solar- und Wärmebotschaftern. Diese stellten sich und ihre persönlichen Erfahrungen mit Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Elektroautos vor. Unter anderem berichteten sie davon, wie sie ihre Häuser aus den 1990er-Jahren von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe umgestellt haben. Ihre Erfahrungsberichte ermöglichten den Besucherinnen und Besuchern wertvolle Einblicke in die praktische Umsetzung solcher Maßnahmen und boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für den persönlichen Austausch.
Anschließend widmete sich der Energieberater Mark Specht von der Verbraucherzentrale RLP in seinem Vortrag der Frage „Welche Heizung passt zu mir?“. Er stellte verschiedene Heizsysteme sowie deren Vor- und Nachteile vor und erläuterte, welche Aspekte bei der Wahl einer geeigneten Heizung berücksichtigt werden sollten. So erhielten die Teilnehmenden konkrete Anhaltspunkte, um sich mit den Möglichkeiten der Wärmeversorgung sowie deren Finanzierung durch Fördermittel für das eigene Haus auseinanderzusetzen.
Abgerundet wurde der Informationsabend durch einen Handwerkermarkt. Die teilnehmenden Unternehmen Schmitz Elektrotechnik (Wirges), Herborn & Heibel Haustechnik (Leuterod), Elkatherm (Mogendorf), Güko neue energien (Niedersayn) sowie MK Haustechnik (Ransbach-Baumbach) standen für Gespräche zur Verfügung und ermöglichten es den Bürgerinnen und Bürgern, direkt mit den örtlichen Handwerksunternehmen in Kontakt zu treten. Einige Gäste nutzten die Gelegenheit, sich an den Unternehmensständen oder beim Energieberater weiter zu informieren. Andere tauschten sich mit den Solar- und Wärmebotschaftern über deren persönliche Erfahrungen aus. So gingen die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung mit fachlichen Informationen, konkreten Beratungsangeboten und persönlichen Erfahrungsberichten für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung nach Hause.

