Oft liegen sie direkt auf oder neben öffentlichen Wegen und leider manchmal sogar auf unseren Kinderspielplätzen.
Ich selbst bin ein Mensch mit Hund und drehe mit unserer Fellnase regelmäßig meine Runden. Wenn ich beim Laufen die Ansammlung von Hinterlassenschaften sehe, dreht sich mein Gehirn unweigerlich um die große Frage: Warum lassen Menschen mit Hund ihre Hundehäufchen eigentlich liegen?
Vielleicht aus diesen Gründen:
- Rückenprobleme: Absolut nachvollziehbar – aber beim Häufcheneinsammeln langsam in die Knie zu gehen, wäre doch eine praktische Übung zur Stärkung der Rückenmuskulatur!
- Ablenkung: Ein wichtiger Anruf, eine spannende Nachricht oder ein intensives Gespräch – ups, schon ist der Moment verpasst, in dem der Vierbeiner sich erleichtert hat.
- Tarnung: Herbstlaub, hohes Gras oder frischer Schnee scheinen perfekte Verstecke zu sein: „Es wird schon niemand bemerken!“
- Dunkelheit: Spaziergänge im Dunkeln – „Da kann man doch wirklich nicht erwarten, dass die Hinterlassenschaft mit Taschenlampe aufgespürt wird!“
- Keine Hundekotbeutel und Mülleimer: Sehr unwahrscheinlich, denn in Ötzingen & Sainerholz gibt es inzwischen rund 20 Hundebeutelstationen und Mülleimer.
- Gleichgültigkeit: „Ein Häufchen am Wegrand ist doch wirklich kein Problem!“
Doch – es ist ein Problem: Für Kinder, Menschen ohne Hund, unsere Gemeindekasse – und für mich, als Mensch mit Hund sowie als Bürgermeisterin.
Hundekot auf öffentlichen Flächen ist gefährlich für die Gesundheit von Kindern und Tieren, beeinträchtigt Sauberkeit und Nutzung für alle, schädigt Grünflächen und verursacht viele vermeidbare Kosten für die Gemeindekasse. Ich persönlich finde es absolut eklig, die Hundehäufchen am Weg(rand) zu sehen oder gar hineinzutreten. Und als Bürgermeisterin investiere ich regelmäßig viel Zeit und Gedanken in die Frage, wie wir alle Menschen mit Hund motivieren können, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einzusammeln.
Eine geniale Lösung habe ich leider noch nicht gefunden, deshalb kann ich nur immer wieder appellieren: Wer einen Hund hat, übernimmt Verantwortung – für ein Lebewesen und für den öffentlichen Raum, den wir alle gemeinsam nutzen. Das Einsammeln gehört vielleicht nicht zu den schönsten Momenten der Hunderunde, aber es ist definitiv ein wichtiger Moment.
Meine Bitte an alle Menschen mit Hund: Lasst unsere Wege, Wiesen und Spielplätze so zurück, wie ihr sie selbst gerne vorfinden würdet.
Einen herzlichen Dank an alle Menschen mit Hund, die das bereits jetzt mit absoluter Selbstverständlichkeit tun und damit Rücksicht auf andere nehmen.
Eure Ortsbürgermeisterin Gudrun Erll

