Den Anfang machte eine Ortsbegehung. Treffpunkt war das Rathaus, von wo aus es direkt zum gegenüberliegenden Gemeindezentrum, Ecke Hauptstraße/Steinsmühle ging. Hier konnte Ortsbürgermeister Düber eine schöne Neuerung verkünden. Eine alte Telefonzelle wird derzeit zu einer öffentlichen Bücherecke umgestaltet. Bald können dort Bücher kostenlos eingestellt und ausgeliehen werden – ein Angebot für alle Generationen.

Auch im Gemeindezentrum selbst tut sich einiges. Die frühere Kegelbahn wird wieder in Betrieb genommen und steht künftig für gesellige Stunden zur Verfügung.
Zudem beherbergt das Gebäude die Katholische Öffentliche Bücherei Dernbach, die über ein umfangreiches Angebot an ausleihbaren Büchern verfügt. Verschiedene Clubräume bieten Vereinen Platz und der große Saal mit Bühne und angrenzender Küche schafft ideale Voraussetzungen für Veranstaltungen. Ein besonderer Dank des Ortsbürgermeisters galt den engagierten Bauhofmitarbeitern, die sich mit großem Einsatz an der Instandsetzung beteiligt haben.
Aktuell wird noch eine Baumscheibe der „Alten Linde“ aufbereitet, die zukünftig einen der Versammlungsräume optisch aufwerten soll. Im Außenbereich des Gemeindezentrums werden zudem die Vorkehrungen für die dauerhafte Anbringung eines Notstromaggregats getroffen.

Der Rundgang führte weiter um die Kirche herum, von wo aus zur Grundschule Dernbach aufgebrochen wurde. Auf dem Weg dorthin und im späteren Streckenverlauf wurden verschiedene Punkte angesprochen, die es künftig zu verbessern gilt, darunter kleinere Mängel im Straßenraum und offene Baustellen im Zuge des Glasfaserausbaus. Gerade hier wurde deutlich, dass derzeit noch Einschränkungen durch unebene Pflasterarbeiten, offene Gehwege und abgestellte Materialien, wie Kabeltrommeln, bestehen.
An der Pfarrer-Giesendorf-Grundschule konnten sich die Teilnehmenden vom Fortschritt des Anbaus überzeugen. Die Bodenplatte ist bereits gegossen. Auf dem weiteren Weg wurden vor allem Verkehrs- und Parksituationen thematisiert, unter anderem in der Hilchenstraße und im Brückenweg. Teilweise erschweren dort parkende Fahrzeuge die Durchfahrt erheblich.

Ein weiterer Anlaufpunkt, zunächst vorbei am Seniorenzentrum Dernbach, war der Friedhof. Mit dem neu angelegten Fried- und Schmetterlingsgarten wurde hier ein besonders würdevoller Ort für Trauernde geschaffen. Ferdinand Düber berichtete, dass der Friedgarten sehr gut angenommen wird und dafür Anfragen über die Ortsgrenzen hinaus vorliegen. Ideengeber und Projektbegleiter dieses besonderen Ortes ist Karl-Heinz Ferrai, ein ehrenamtlicher Gartenbauer aus einer Nachbargemeinde.

Zurück im Rathaus servierte Bürgermeisterin Alexandra Marzi Kaffee und Kuchen und stand für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Dabei sprach sie wichtige Themen an: Die angespannte Parksituation, insbesondere im Umfeld des Krankenhauses, sei bekannt. Regelmäßige Kontrollen durch das Ordnungsamt finden bereits statt und es sind Gespräche mit dem Krankenhaus geplant. Auch Hinweise zur Verkehrssicherheit, etwa zu erhöhter Geschwindigkeit an den Ortseingängen, nimmt die Verwaltung mit in weitere Abstimmungen.
Beim Glasfaserausbau bat die Bürgermeisterin noch um etwas Geduld, versicherte jedoch, dass die Verbandsgemeinde dafür sorgen werde, dass die Ausbaupartner nicht eher abrückten, bis alles wieder korrekt hergestellt ist. Die gute Nachricht: Bis zum Sommer werden die meisten Anschlüsse in der VG Wirges online sein.
Zudem gab Marzi bekannt, dass die Verbandsgemeinde Wirges der Ortsgemeinde Dernbach aus dem Bundessondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität 250.000 Euro zur Verfügung stellen werde.
Hinsichtlich der für die Zukunft möglichen Windenergieanlagen innerhalb der Verbandsgemeinde Wirges sprach die Bürgermeisterin das einstimmige Votum der Ortsbürgermeister zu einem Solidarpakt zwischen den Ortsgemeinden an, sodass alle von den Einnahmen profitieren würden.
Zum Abschluss bedankten sich mehrere Bürgerinnen und Bürger für den direkten Austausch. Das Format der Ortsbegehung wurde als wertvolle Möglichkeit wahrgenommen, Anliegen unmittelbar anzusprechen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Auch die Bürgermeisterin bedankte sich und wies darauf hin, dass sich Bürgerinnen und Bürger mit konkreten Anliegen jederzeit über die bekannten Kontaktdaten an sie wenden können.

