Grußwort des Bürgermeisters zum neuen Jahr 2016

Zum Beginn des neuen Jahres wünsche ich Ihnen allen und Ihren Familien, auch im Namen der Beigeordneten Alexander Hübinger, Christoph Müller und Goswin Kreth sowie im Namen des Verbandsgemeinderates Wirges und des gesamten Teams der Verbandsgemeindeverwaltung alles Gute, Erfolg und vor allem Gesundheit.

 

Bürgermeister Michael Ortseifen

Ich hoffe, dass Sie – trotz des turbulenten Jahres 2015 – ein paar Tage der Ruhe und Erholung hatten. 

Zu Beginn eines neuen Jahres spürt man immer so eine gewisse Aufbruchsstimmung.
Schauen wir noch einmal rückblickend auf das vergangene Jahr und wagen einen Ausblick auf das noch junge Jahr 2016.

Dachten wir im Laufe des Jahres noch, dass die Griechenlandkrise das Schlimmste wäre, so hielt und hält uns die Flüchtlingssituation, der nicht enden wollende Strom der Flüchtlinge, in Atem. Wir haben eine schwierige, unsichere Weltlage und Bund, Länder und Kommunen stehen in Anbetracht der übergroßen Anzahl von Asylbegehrenden vor nie gekannten administrativen und finanziellen Herausforderungen.

Aber…. wo Schatten ist, da ist auch Licht. Jede dunkle Seite hat auch eine helle Seite.

Wir sind froh und dankbar für engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mehr als nur einen Job erledigen und für unser Netzwerk Asyl, gemeinsam mit den Kirchen. Viele Ehrenamtliche engagieren sich uneigennützig und setzen mit ihrer Hilfsbereitschaft so ein Zeichen für Mitmenschlichkeit .Wichtiger denn je. So ist auch die Spendenbereitschaft unserer Bevölkerung einzigartig und eine große Hilfe. Bei all den Herausforderungen ist es immer wieder faszinierend zu erleben, wie viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sich ohne große Worte für andere einsetzen.

Trotz aller Katastrophen geht das Leben immer weiter und Leben trotzt allen Katastrophen. Und das ist gut so!

Von all den vielen Meldungen über Unglücksfälle hat uns sicher der vorsätzlich herbeigeführte Absturz des Airbus A 320 am 24.03.2015 mit am meisten betroffen gemacht, bei dem in den französischen Alpen alle 150 Personen, die an Bord waren, starben. Und dann der Anschlag im Januar 2015 auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris, bei dem 12 Menschen getötet wurden und das Massaker der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria, bei dem hunderte von Menschen getötet wurden. Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen, allen Opfern von Gewalt, Krieg und Terror.

Was hat sich in unserer Verbandsgemeinde in 2015 ereignet und getan.

Erstmalig seit Bestehen der Verbandsgemeinde Wirges wurde das Ehrenbürgerrecht der Verbandsgemeinde verliehen. An Frau Ulla Schmidt aus Dernbach und Herrn Harald Schweitzer aus Wirges. Beide haben sich sehr um die Belange ihrer Verbandsgemeinde verdient gemacht und diese höchste Auszeichnung nach der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz „verdient“. So hat es auch der Verbandsgemeinderat in seiner Oktobersitzung beschlossen.

Ich habe mich gefreut, die Ehrenbürgerbriefe in einem Festakt in der Dorfgemeinschaftshalle in Moschheim im Beisein vieler Vertreter von Politik, Gesellschaft und Kirche überreichen zu können.

Haushaltsschwerpunkte  waren die großen Investitionen für den Abschluss der Sanierung unseres Rathauses und der umfangreichen Sanierung des Hallenbades sowie Investitionen in den Bereichen Feuerwehr und Schulen bei erfreulich steigenden Schülerzahlen unserer Realschule plus in Wirges.

Die Leitlinien für die kommunale Haushaltswirtschaft 2016 des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur liegen vor.

Ging man im vergangenen Jahr noch von einem, wenn auch nicht ausgeprägten, Abschwung der deutschen Wirtschaft aus, so befindet sie sich jetzt in einem verhaltenen Aufschwung. Immerhin.

Prognostiziert wird eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes und dass mit einer soliden Einnahmebasis  in den nächsten Jahren gerechnet werden kann. Trotzdem ist und bleibt die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte nach wie vor eine der zentralen Herausforderungen für die nächsten Jahre.

Einer Aufgabe, der wir uns im Verbandsgemeinderat immer gestellt haben. Der Haushalt 2015, auch mit den Nachtragsveränderungen, ist ein solides Zahlenwerk. Eine freie Finanzspitze ist immer noch vorhanden und mit einem Schuldenstand von rd. 4,66 Millionen Euro haben wir Ende des Jahres 2015 wieder unter der angestrebten 5-Millionen-Marke gelegen und lagen mit der Pro-Kopf-Verschuldung deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Was haben wir uns für 2016 vorgenommen?

Die zukunftsorientierte Haushaltsführung der vergangenen Jahre wird auch im Haushaltsjahr 2016 fortgesetzt. So werden auch die Voraussetzungen geschaffen, die Investitionskredite nochmals um über 430.000,-- Euro zu tilgen. Das führt dazu, dass der Stand dieser Kredite zum Ende des Jahres 2016 dann nur noch bei 4,23 Mio. Euro liegen wird. Das ist gegenüber dem Höchst-Schuldenstand am Jahresende 2011 mit 7.066.292,-- Euro ein Rückgang der Schulden um 2,84 Mio. Euro innerhalb von fünf Jahren. Damit können wir alle sehr zufrieden sein.

Die Verbandsgemeinde hat somit in den finanzstarken Jahren den Grundstein dafür gelegt, eventuelle konjunkturelle Schwankungen in den Folgejahren auszugleichen.

An größeren Projekten sind vorgesehen die Generalsanierung der Schulturnhalle in Wirges in den Jahren 2016 und 2017,  die Erneuerung der Fassade und der Anstrich für den Kinderhortpavillon, der Kauf von zwei Feuerwehrautos und der Ankauf eines Wohnhauses zur Unterbringung von Asylbewerbern.

Auch in 2016 wird wieder gewählt. Am 13. März 2016 sind wir aufgerufen, den 17. Landtag zu wählen. Ein wichtiges Bürgerrecht. Machen Sie bitte von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Ein neuer deutscher Optimismus ist nach erfolgten Pressemitteilungen spürbar – vor allem bei der Jugend.

In der Westerwälder Zeitung war im Oktober 2015 zu lesen: Junge Generation will mitgestalten. Die meisten jungen Menschen in der Republik zwischen 12 und 25 Jahren blicken zuversichtlich auf ihre eigene Zukunft, halten fest an gesellschaftlichen Werten, interessieren sich so sehr für Politik wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr und befürworten die weitere Aufnahme von Flüchtlingen. Das geht aus der neuen Jugendstudie des Ölkonzerns Shell hervor, die ein Forscherteam gemeinsam mit der Bundesfamilienministerin vorstellte.

Die jungen Menschen freuen sich auf die Zukunft, schauen optimistisch in die Zukunft, wollen mit anpacken, sind pragmatisch und haben dabei auch die Entwicklung der Gesellschaft im Blick.

Ein Hoffnungszeichen.

 Schließen möchte ich, genau wie die Jugend, mit einem positiven Blick in die Zukunft. Unsere Zukunft werden wir gemeinsam gestalten. Dazu lade ich alle ein.

Ebenso wie der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani, dem im Oktober 2015 der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen wurde, lade ich Sie alle ein, für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt  einzutreten, zu beten oder sich das Gute zu wünschen. Jeder auf seine je eigene Weise.

„Das Jahr vergeht mit Riesenschritten.
Es brachte Freude und auch Leid.
Das Neue will ich freundlich bitten,
um nichts als eine schöne Zeit.“        - Gerhard P. Steil -

 
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