Logo Generationenbuero

31.07.2017 Fit im Fels


Fit im Fels - im Waldcamp ging es hoch hinaus.

Bei dem viertägigen Waldcamp am Malberg, vom 31.07. – 03.08.2017, war für die 16 Jugendlichen Teamgeist, Rücksicht, Mut, Abenteuer und Vertrauen angesagt. Egal ob bei Regen oder Sonne, Erlebnispädagoge Karsten Schroeter ließ diesbezüglich keine Ausreden gelten und Klettern wollten ja alle. Die erlebnispädagogische Ferienaktion war ein Angebot vom Generationenbüro in Kooperation mit der Kreisjugendpflege.

Insgesamt vier Tage verbrachten die 12-15-jährigen in der freien Natur. Dabei wurden Kennenlern-Spiele, Konzentrations- und Vertrauensaufgaben geübt und gelöst. Alles mit dem heißersehnten Ziel, den gut 20 Meter hohen Kletterfels zu bezwingen. Abendteuer beginnt bekanntlich im Kopf, deshalb erzählte Karsten die Abenteuergeschichte von Herrn Prusik. Der hatte einen einfachen, doch sehr praktischen Knoten erfunden, der nach ihm benannt wurde: den Prusik-Knoten. Nun die Geschichte: Karl Prusik war als Bergsteiger im Himalaya unterwegs und musste bei seiner letzten Tour vor einem Eisbär flüchten! Er hatte die Wahl zwischen gefressen werden oder in die Tiefe einer Gletscherspalte zu springen. Er wählte die zweite Option, wobei er dabei sein einziges Seil für den Sprung opfern musste. Größtenteils unversehrt unten angekommen überlegte Prusik, wie er mit seiner restlichen Ausrüstung, welche aus einem Rucksack und seiner eigenen Kleidung bestand, an dem zurückgelassenen Seil hochkommen könnte. Das Seil war vom Eisbär tief ins Eis und in den Schnee getrampelt worden und hatte sich festgefroren. Enttäuscht und ohne Beute war der Eisbär abgezogen und ließ sich nicht mehr blicken. Neues Problem: der Lebensmittelvorrat war zu Ende! Prusik musste hier irgendwie rauskommen. Aber wie?

Das war nun der Auftrag an die Gruppe hier im Wald. Sie mussten sich eine Strategie überlegen, wie sie die Gletscherspalte erklimmen könnten. Nach unzähligen Versuchen, kamen sie auf eine zündende Idee: aus den eigenen Schnürsenkeln den Prusikknoten machen, am Kletterseil befestigen und sich „hochprusiken“. Es funktionierte!! Und das Prusiken machte riesen Spaß. Eifrig wurden noch drei weitere Knoten erlernt und geübt, die zur Sicherheit beim Klettern gebrauch werden. Apropos Sicherheit: Die Jugendlichen wurden zu diesem Thema ebenfalls über Karabiner, Gurte, Helm und Eddie (Sicherungsgerät) bestens aufgeklärt.

Am dritten Tag wurden Kletterteams mit je 5 Personen gebildet. Jeder hatte seine eigenständige, verantwortliche Aufgabe im Team. Die Knoten mussten sitzen. Sichern und abseilen wurden erlernt und geübt. Zur Sicherung eines Kletterers gehören vier weitere Positionen:
Sicherer: sichert den Kletterer von unten mit dem Seil, an dem ein Eddie befestigt ist. Dabei muss er/sie das Seil immer wieder nachziehen, um es auf Spannung zu halten.
Smiley: steht neben dem Sicherer, knotet alle 2-3 Meter das Seil und hält es in der Form eines lachenden Smiley. Sie/Er hat ebenfalls die Aufgabe zu schauen, dass keiner auf dem Seil steht und Sicherer und Backup eine gute Arbeit leisten.
Backup: steht hinter dem Sicherer und hält diesen am Gurt fest.
Spotter: steht hinter dem Kletterer stützt ihn die ersten zwei Meter am Fels, falls er abrutschen sollte. Beim Abseilen achtet er darauf, dass er sanft und unverletzt auf der Erde zum Stehen kommt.

Um das Felsklettern gut vorzubereiten gab es Teamaufgaben, wie Lianen-Schwung oder Netzklettern. Nur durch Zusammenarbeit, gemeinsame Absprachen und gegenseitiges Vertrauen konnten die Ziele erreicht werden. Zusammenhalt in der Gruppe & Spaß hatten Priorität beim Waldcamp, wobei der Ernst der Sache immer eine wichtige Rolle spielte. Nach jeder Aufgabe gab es eine Reflektion um erlebtes in Worte zu fassen, die Knackpunkte des Scheiterns oder des Gelingens herauszufinden usw.

Am finalen Tag trafen sich die Mädchen und Jungen am Steinbruch. Die Aufregung, aber auch die Achtung vor dem mächtigen Fels war groß. Doch alle 16 Teilnehmer schafften mehrfach den Aufstieg und das folgende abseilen war einfach immer das Highlight. Rundum eine gelungene Aktion die jedes Jahr von neuem auf große Zustimmung stößt. Trost für diejenigen die keinen Platz mehr bekommen haben: 2018 gibt’s wieder ein Waldcamp am Malberg.



Kontakt

Keine Mitarbeiter gefunden.

NAVIGATION


Wir nutzen Cookies, um Ihre Online-Erfahrung zu verbessern und um Ihnen Inhalte und Angebote vorzustellen, die Ihren Interessen entsprechen. Indem Sie unsere Homepage nutzen, akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen zu Datenschutz und Cookies können Sie unserer Datenschutzerklärung entnehmen.