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Ein Strauß voller Erlebnisse


Fünf Sommerferien-Aktionen, kurz SoFA genannt, haben knapp 100 Kinder, Jugendliche und einige Senioren mit dem Generationenbüro erlebt. Die spannenden und beliebten Aktionen in der heimischen Region kommen immer wieder sehr gut an. Nach dem Motto „Abendteuer beginnt im Kopf“ konnten Jung und Alt mit viel Spaß neues lernen und entdecken. In diesem Bericht geben wir einige Eindrücke wieder:

 

SoFA 1   „Waldcamp am Malberg“ 09. – 12. Juli. Klettern am Netz, in den hohen Buchen und am Fels war für die fünfzehn Jugendlichen „echt cool“. Sich selbst erfahren und die eigenen Grenzen austesten, das reizte und motivierte die 12 – 15-jährigen. Klettern und gegenseitiges sichern funktionieren nur mit Vertrauen, Zusammenarbeit und klaren Regeln. Um diese Ziele zu erreichen ist die richtige Mischung von Anforderung, Spaß und „Bauchkribbeln“ nötig. Das ist unserem Trainer Karsten Schröter bestens gelungen, denn die Mädchen und Jungen waren begeistert vom Waldcamp.

 

SoFA 2   „Naturdetektive“, Mogendorf Grillhütte Am Bollscheid, 17. – 19. Juli. Vorweg bemerkt: Wir hatten eine inoffizielle Kinderuni. Die Themen waren: GEO-Forscher, Wasser ist Leben, (Über-)leben im Wald. Eingeladen hatten wir den Forscher und Wissenschaftler Dr. Holger Rittweger mit seinem mobilen LAndschaftsMUseum, dem MoLaMu. Zu unseren 25 Kindern kamen von der Jugendpflege der VG Selters noch 16 weitere Kinder mit ihrem Jugendpfleger Olaf Neumann hinzu. Gemeinsam bildeten die 9 – 13-jährigen über die drei Tage zwei Forschergruppen. Mit der Zeitmaschine reisten sie durch 400 Millionen Jahre in die Urzeit unserer Erde und wieder zurück in die Gegenwart. Im selbstgebauten Kino hatten wir Multi-Media-Präsentationen und ein Digitalmikroskop. Vor der Hütte waren zu jedem Thema wechselnde Ausstellungen mit Steinen, Fossilien, Kunststoff Dinos, Schautafeln etc.

Wer hätte gedacht, dass die Erde, der Boden unter uns, so alt ist? Um das komplexe Thema Erdgeschichte erfahrbar zu machen, wanderten wir per Zeitstrahl zur Vielbacher Tongrube „Geigenflur“. Im Zeitstrahl entsprach ein Meter Fußweg einer Million Jahre. Alter, Größe, Weite und Tiefe der  sichtbaren riesigen Tonschichten beeindruckten die Mädchen und Jungen. Die großen LKWs sahen von oben wie Spielzeug aus.

Aus Ton formten wir Öllämpchen. Den Docht holten wir von der Knäuelbinse, die am Bach wächst. In ihrem Stiel ist ein weißer Kern, den man herausschieben kann. Sieht aus wie Spaghetti. Getrocknet ist das ein perfekter Docht, an dem die Flamme brennt.

Am Bach konnten wir auch eine Bodenbohrung bis auf zwei Meter Tiefe machen. Holger hatte einen Handbohrer und einen Riesenhammer mitgebracht. Jedes Kind durfte mit dem Hammer Schlag um Schlag mithelfen, den Bohrer in die Tiefe zu treiben. Nach dem Herausziehen des Bohrers konnte man die Erdschichten sehen. Ab 1,80 m kam eine Tonschicht. Holger hatte auch Käscher, Siebe, Becherlupen und zwei Aquarien dabei. Wir untersuchten, was es für Lebewesen im Bach gab. Am letzten Tag gingen die Forschergruppen in den Wald. Ihre Aufträge waren: sammeln von Tierspuren und Bau einer stabile Hütte aus Material das im Wald zu finden ist. Zwei Kinder mussten in der Hütte Platz haben. Wenn die Hütte auch wasserdicht war, konnten Zusatzpunkte erreicht werden.

In der Abschlussrunde wurde getestet, ob das Öllämpchen auch wirklich brennt: wir legten in ein getrocknetes Öllämpchen ein Stück Docht, füllten Salatöl ein, zündeten den Docht mit einem Streichholz an … und? Eine ruhige Flamme brannte am Docht des Öllämpchens!

Mittlerweile sind die Öllämpchen im Salzofen der Töpferei Ströder-Stein gebrannt. Für die Kinder stehen sie zur Abholung im Generationenbüro bereit. (VG Wirges, Zimmer. 213)

 

SoFA 3   Waldritter Aktion „Geist-Reich“, Mogendorf Am Bollscheid, 24. – 25. Juli. Improvisationstheater mit Spiel, Rätsel, Witz und Spaß für 8 – 14-jährige. Die Geschichte spielte im Fantasy Land Silvanien. Dreizehn Heldinnen und Helden erprobten sich als tapfere, tugendhafte Ritter, als Heiler und Magier. Hauptrollen spielten: Konrad der Holzfäller (Jona, 14 Jahre), der Flaschengeist Dschinn (Stina 14 Jahre) ein Kobold (Jörg, unser Trainer) und eine stocksaure Fee (Sue, VG Wirges). Am Ende siegte das Gute über das Böse und alles kam wieder in seine Ordnung.

 

SoFA 4   „Jung und Alt im Wald“, Mogendorf Im Kontur, 31. Juli. Ist es eine Kunst aus einem Waldspaziergang ein Erlebnis für zwei Generationen zu machen? Nicht für  Naturpädagogin Kerstin Adams. Die zwanzig Großeltern und Enkel hatten bei dem vierstündigen Rundweg im Mogendorfer Wald alle Hände voll zu tun: mit ihren 6 – 12-jährigen Enkeln bauten und bespielten sie Kugelbahnen, führten sich gegenseitig blind durch den Wald, betasten die dicken Buchenstämme. Gemeinsam lernten sie viel über Wachstum, Zusammenhalt, und Alter der  Bäume. Ach ja, und Krebse haben wir im „die Bach“ beobachtet und eine Kröte auf der Hand gespürt. Trotz Hitze hatten Kinder und Großeltern einen wunderschönen und erholsamen Tag im Wald.

 

SofA 5   Familienfahrt Bad Sobernheim. Barfußpfad und Wildnisparcour, 04. August. Eine etwas zusammengeschrumpfte Gruppe mit zwanzig Teilnehmern war beim Ausflug ins Nahe Tal dabei. Von Bad Sobernheim bis kurz vor Staudernheim führt der drei Kilometer lange Barfußpfad an beiden Uferseiten der Nahe entlang. Wir alle, im Alter von 4 – 72 Jahren, waren von den Socken! Barfuß ging es durch Lehm- und Kaltwasserbecken, über Sand, Gras, Rindenmulch, Brücken, Holzpfähle usw. Am Wendepunkt des Rundweges das Highlight: eine Furt durch den Fluss. An dem brütend heißen Tag war der Aufenthalt im und am Wasser einfach spitze. Nach unserem Abstecher im Hof Café von Frau Altmoos, ihrem Moosgarten und dem Wildnispfad durch den alten Steinbruch, war die erneute Abkühlung in der Nahe mehr als willkommen. Es war ein super schöner Ausflug für drei Generationen!

 

 


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