Bannberscheid

ortsgemeinde bannberscheid

Grenzbegang am 27.03.2022


Erst später folgte die Verwendung von Grenzsteinen. Wie heutzutage noch bei manchen Nachbargrundstücken kam es immer wieder vor, dass Nachbargemeinden die einmal gemeinsam vereinbarten und gekennzeichneten Grenzen in “Nacht- und Nebelaktionen” zu ihren Gunsten verschoben.

Die sich daraus ergebenden Streitigkeiten führten dazu, dass jede Gemeinde in regelmäßigen Abständen ihre Gemarkungsgrenze überprüfen musste. Dies wurde durch eine “amtliche” Begehung durchgeführt bis später die amtliche Kartierung erfolgte.

Die in Vergessenheit geratenen Grenzbegehungen erfreuen sich in unserer heutigen Zeit wieder einer zunehmenden Beliebtheit. Weniger um Veränderungen der Gemarkungsgrenzen festzustellen, sondern in Hinsicht auf die Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürgern ihre Gemeinde und deren Umfeld näher zu bringen.

Auch Bannberscheid möchte diesen alten, fast vergessenen Brauch wieder ins Leben rufen. Derzeit ist allerdings ein Begang entlang oder in der Nähe der Gemarkungsgrenze etwa nur in einem kleineren Teil der Strecke möglich. Die Wegeführung in Bannberscheid soll aber in den nächsten Jahren weiter ausgebaut und verbessert werden.

Die gesamte Streckenlänge, welche wir abwandern wollen ist rund 5,7 km lang. Start- und Endpunkt ist die Aubachhalle. Losmarschieren wollen wir um 15 Uhr. Mit Zwischenstopps, Erläuterungen und der ein oder anderen Rast werden wir rund 2 Stunden benötigen. Der Witterung angepasste Kleidung und festes Schuhwerk sind angesagt. Die Wegeführung führt zum (kleinen) Teil auch über unbefestigte Wiesenwege.

Von der Aubachhalle geht es über die Schulstraße und dem anschließenden Feldweg bis zur L 300. Entlang dieser über Wiesengelände zum Bahnübergang und von dort auf gutem Waldweg entlang der Bahnstrecke bis zur Kreuzung mit dem alten Kirchweg. Dort bleiben wir parallel zur Bahn und wandern über einen Wiesenweg bis zur Bahnhofstraße. Gegenüber geht es in die Straße „Am Bahnhof“ und 100 m nach der letzten Bebauung in einen Wiesenweg der uns entlang des Bahngrabens zum Aubach führt. Hier wurde extra für den Grenzbegang ein provisorischer Steg errichtet, der uns gegenüber wieder in einen Wiesenweg führt, der an der Bahnüberführung endet. Wir unterqueren die Bahnstrecke, kreuzen die Kirchstraße und wandern hinter dem Beul in Richtung Jahnstraße und dann Fischweiher. Dort rechts abbiegend geht es bis zum alten Wegekreuz jenseits der B 255. Von dort zurück und parallel zur B 255 bis zur Unterführung des Wirtschaftsweges nach Boden. Auf einem Waldweg geht es dann hangabwärts zum alten Sportplatz, entlang der Straße „Vor dem Buschart“ und der „Hauptstraße“ zurück zur Aubachhalle.



Georg Holl, Ortsbürgermeister